MRP - MAX REINHARDT PLATZ Gesamtprojekt (Wettbewerb)    salzburg

Wettbewerb

Adresse
Max Reinhardt Platz, A-5020 Salzburg, Österreich

Architektur
one room   

georg huber / karl meinhart

Mitarbeit
Markus Taxer

BauherrIn
Stadt Salzburg, BIG

Wettbewerb 2003, 1. Preis
(international geladener, städtebaulicher Wettbewerb)
Planung (Aula-Treppe 2004, Hofstallgasse 2005-2006)
Ausführung (Aula-Treppe 2004-2005, Hofstallgasse 2006)

Modellphotos
Herman Seidl

1. max reinhardt platz - furtwänglerpark
um beide bereiche ablesbar zu definieren, wird hier eine stahlkonstruktion mit vielfacher funktion und nutzung platziert. das neue element versteht sich sowohl als objekt als auch als künstlicher teil der platzoberfläche. es vereinigt durch seine form verschiedene funktionen. die treppe dient als einfache sitzgelegenheit und tribüne für projektionen auf dem vertikalen screen. die situation kann aber auch für theater oder musik-veranstaltungen verwendet werden. diese freiluftinstallation ermöglicht präsentationen der festspiele ebenso wie die von sportveranstaltungen bis hin zu kommerzieller nutzung. durchmischung von hoch- und populärkultur fördert den austausch und verringert schwellenängste (anti-segregation, gemeinsamer ort). am oberen ende verlängert sich die treppe zu einer terrasse. darunter entsteht platz für ein café. dieses ist durch glaswände umhüllt, die versenkbar sind und durch das durchführen der asphaltfläche des platzes zu nicht mehr als einem überdeckten teil des platzes wird. das café ist durch einen lift und eine treppe mit der darüber liegenden terrasse verbunden, um diese bedienen zu können. ein ort, von dem der park und der platz überblickt werden kann. unterhalb der treppe entsteht ein platz zum abstellen der fahrräder. der ebene und mit dem platz niveaugleiche teil der installation dient auch als vorplatz für den eingang ins neue foyer der aula, das dadurch auch näher an den max reinhardt platz herangeführt wird. die neue treppe soll eine eingangssituation schaffen, welche das erdgeschoss mit dem ersten obergeschoss zu einer raumeinheit verbindet. auch soll durch die anordnung der treppe die verbindung zur aula ablesbar werden. die intuition der intervention ist es, sowohl kultur- als auch alltagsbenutzung zu unterstützen.

2. hofstallgasse - festspielhaus
die hofstallgasse dient zu festspielzeiten als open air foyer speziell für das grosse haus. hier wird eine art lineare möblierung vorgeschlagen. die konstruktion ist als durchgehendes stahlband gedacht. sie ist vielfach nach oben gefaltet, um sitz- und stehpultsituationen zu ermöglichen und ist an zwei stellen auch vertieft in den boden geführt, um seichte wasserbecken zu bilden (almkanal). am max reinhardt platz wird das „band“ in die höhe geführt und dient so als informationsträger.

3. sonstiges
die platz- und parkfläche ist eben gedacht, ohne gehsteige oder niveausprünge zu den grünflächen. es gibt mit ausnahme der vorhandenen steinflächen nur asphalt- und wiesenflächen im planungsgebiet. die Bäume im park können bis auf einen erhalten bleiben. wünschenswert wäre jedoch die entfernung der bäume an der ecke der bibliothek zugunsten einer besseren durchlässigkeit. in die fläche eingelassen werden lichtbänder aus kunststofffasern welche die spielstätten und ausstellungsräume des quartiers auch symbolisch verbinden, um die dichte des urbanen ortes zu verdeutlichen.