BHAK/BHAS I und BHAK/BHAS II    salzburg

Realisierung

Adresse
Johann-Brunauer-Straße 2-4, A-5020 Salzburg, Österreich

Architektur
one room    georg huber / karl meinhart

Mitarbeit
Alexandra Gomse, Katrin Grimm, Barbara Linsberger, Martina Schaberl, Walter Schuster, Stefan Tomka, Philipp Hugo Urabl, Jens Wiechoczek

BauherrIn
BIG Bundesimmobiliengesellschaft m.b.H. vertreten durch BIG-Services, Landesstelle Salzburg

Wettbewerb 2000-2001, 1. Preis
(eu-weites Verhandlungsverfahren)
Planung 2003-2007
Ausführung 2004-2007

Projektkenndaten

       Umbauter Raum       75.640       m²
       BGF              19.140       m²
       NF              12.725       m²

Errichtungskosten €       12,000.000,-

Photos
Herman Seidl

“Das Projekt besticht durch seine städtebauliche Reaktion, seine hohe Funktionalität und vor allem durch ein Bekenntnis zu einer offenen transparenten Schule. Die Situierung der Bibliothek am Schnittpunkt zwischen öffentlichem und schulinternem Bereich zeigt diese Haltung in besonderer Weise. Dieses Projekt bietet eine völlig neue Zugangssituation zu beiden Schulen, mit dem überdachten Eingangsbereich wird den Schulen ein interessantes Außenfoyer geboten. Sowohl die Situierung des neuen Baukörpers zur Salzach als auch die Höhenentwicklung wird als städtebaulicher Akzent positiv gewertet. Die von beiden Schulen gleichrangige Erschließung des Raumzuwachses wird vom Nutzer sehr begrüßt. Neubau und Sanierung können bei diesem Projekt ohne wesentliche Provisorien erfolgen.”
(Text: Protokoll der Wettbewerbsjury / Architekturjournal Wettbewerbe, Heft 203/204, 25. Jahrgang, Mai/Juni 2001, Seite 94)

 

Eine große Anlage für rund 1000 SchülerInnen mit gesondertem Abendbetrieb für Erwerbstätige muss erweitert werden. Entgegen der nahe liegenden Verdichtung durch Überbauung von Alttrakten oder des Hofes reagieren huber/meinhart im Rahmen der Konkurrenz als einzige mit einem sozial- und stadträumlichen Ansatz. Die beste Qualität des Bestandes, der große Hof, wird nicht angetastet, auch nicht die mit vielen Lichtkuppeln ausgerüsteten, tiefen Bestandsbauten. Statt dessen wird die Schwachstelle des Altbaus, sein `beliebiges` Ausrinnen zum Straßenraum und zum Salzachufer hin erkannt und mit dem Neubau korrigiert. Dazu Roman Höllbacher: „gleich einem Schild pflanzen sie den Neubau vor den Bestand und verschaffen ihm damit erstmals ein wirkliches Entree und ein Gesicht. Der bestehende Hof wird durch den in der Spange des Neubaus entstehenden zweiten Hof sogar noch verbessert. Dieses subtile Herausarbeiten der Qualität, indem die bislang offenen Flanken zusammengeführt werden, zeigt, dass Architektur lange vor Detailfragen ansetzt und dass sie nur über diese inhaltlichen Bestimmungen an den wesentlichen gesellschaftlichen Entscheidungen partizipiert.“ Überdies entstehen so durch die Bauführung bei voller Aufrechterhaltung des Betriebs die geringsten Störungen.
(Text: Otto Kapfinger, aus „emerging architecture 3“)