FUSSGÄNGERZONE WIEN CITY    wien

Wettbewerb

Architektur
one room    georg huber / karl meinhart

Mitarbeit
Barbara Linsberger

Wettbewerb 2007, Ankauf
(europaweiter Realisierungswettbewerb)

Renderings
one room

für den gesamten bereich der fußgängerzone wird ein einheitlicher belag vorgeschlagen. ebenso wird ein einheitliches flächenelement für alle bereiche verwendet. nur am stock im eisen platz wird ein besonderes element zur verknüpfung und differenzierung eingesetzt. die verwendung eines elementes soll den zusammenhang der fußgängerzone stärken, führt aber trotzdem sowohl am stephansplatz, dem graben und der kärntnerstrasse zu jeweils eigenen gesamtstrukturen.

in der kärntnerstrasse soll durch die fugenlose oberfläche die verbindung zwischen den fassaden gestärkt werden. durch die „weichheit“ und einen an die fassaden angepassten farbton der oberfläche entsteht ein neues raumgefühl, das ein flanieren und pendeln auch von einer straßenseite zur anderen evoziert. der graben ist derzeit von der oberflächenstruktur asymmetrisch.

der entwurf sieht vor, beiden fassadenfronten ein gleich großes vorfeld zu geben, was die nutzung des grabens von beiden strassen- / platzseiten aus leichter ermöglicht.

der stephansplatz soll durch die gliederung der oberfläche eine struktur erhalten. die einzelnen flächenelemente mit den eingelegten fertigbeton- / lichtelementen schaffen ein auf dem dom ausgerichtetes bezugssystem und gliedern die weite des platzes.

der stock im eisen platz stellt insofern den zentralen ort dar, als hier die bereiche zusammenfließen. dies wird durch eine besondere ovale fläche, die mit naturstein ausgelegt ist, sich farblich aber nicht abheben soll, verdeutlicht.

weichheit, fugenlosigkeit und farbliche abstimmung auf den farbkanon der fassaden kann mittels eines splitt mastix asfaltes erreicht werden. er entspricht der höchsten lastklasse und ist gleichzeitig durch seine elastizität auch für pferdehufe geeignet. die farbwirkung ist durch pigmentzusatz und auswahl des splittzuschlags steuerbar und wiederholbar. die oberfläche erscheint natürlich (kies) und künstlich zugleich. der aufbau über einer frostschutzschicht: 15cm tragschicht KK, 10cm BT II/32, 8cm BT I/22, 3cm splitt mastix asphalt. die 20cm breiten streifen aus hochdichtem fertigbeton dienen auch als lichtlinien. dieses system funktioniert mit an der oberfläche endenden lichtwellenleitern, die in die schalung eingelegt sind, und in einer eingebauten dose münden, wo sie von LED leuchten gespeist werden. als beleuchtung sind mastleuchten mit LED vorgeschlagen. am stephansplatz sollte die beleuchtung zumindest im bereich des haupteingangs von den gegenüber liegenden fassaden erfolgen. möblierung in der kärntnerstrasse in längsrichtung zwischen den mastleuchten. am graben ist das derzeitige projekt mit bänken und pflanzen integriert.